Liebster Award # 4 – Der perfekte Tag

 

Liebster Award # 4 - der perfekte Tag | thepellmellpack.com
 Für die Liebster Grafik ein Danke an Danni von Hundebloghaus

Rebecca von Les Wauz lud Blogger zum Liebster Award ein, deren Texte sie schätzt und die sie bereits persönlich kennengelernt hat. Daher freut es mich sehr, dass sie auch mich für den Liebster Award nominiert hat und ich stelle mich sehr gerne ihren Fragen, die du im Original hier findest: Der Liebster Award – immer wieder schön

Für alle, denen dieser Award noch fremd ist: Es geht darum, neue Blogs zu entdecken. Es werden 11 Fragen gestellt und beantwortet und neue Blogs nominiert, denen man ebenfalls hoffentlich spannende Fragen stellt.

Rebecca wollte nun Folgendes wissen:

Warum hast du dich dazu entschlossen deinen Blog zu starten?

Eigentlich war das eine spontane Idee. Ich habe eine bestehende Homepage, über die ich eigentlich unsere zweite Haushälfte vermiete. Da Mieter jedoch glücklicherweise nicht so häufig wechseln, lag sie brach. Und irgendwie rief sie nach mir. Ich hatte mit einer Freundin zusammen schon mal einen Gartenblog, das Projekt scheiterte jedoch kläglich.

Dass es diesmal Hunde sein würden war eher eine instinktive Entscheidung. Darüber habe ich vorher nicht nachgedacht. Geschweige denn, was meine Nische sein würde in dieser Welt der Hundeblogger. Innerhalb von nur 4 Monaten war so viel passiert (ein Hund gestorben, zwei neue Hunde kamen), und Hunde waren das einzige Thema, das aus mir gerade sprudelte, egal ob es jemand hören wollte.

Was ist die Geschichte hinter deinem Blog und seinem Namen?

Oh, die Geschichte dahinter habe ich ja bei der letzten Frage schon begonnen. Ich sage ja, beim Thema Hunde sprudelt es unkontrollierbar aus mir heraus. 🙂

Mit Enki und Luna sollte alles anders werden. Ich habe vieles in den Jahren zuvor mit meinem Seelenhund Jamie bereut. Ich gab zu viel Verantwortung ab, gerade in medizinischen Fragen, obwohl ich es eigentlich hätte besser wissen und können müssen. Das Thema Ernährung spukte mir oft durch den Kopf, aber ich kehrte es immer wieder der Bequemlichkeit zu Liebe unter den Teppich. Und auch die Beschäftigung mit meinen Hunden war undurchdacht und inkonsistent. Dieser Blog ist also eigentlich in erster Linie Reflektionshilfe für mich, Ermahnung meiner selbst. Vielleicht bin ich deshalb manchmal so schonungslos offen und ehrlich, wie es mir schon häufig nachgesagt wurde. Sich selbst belügen funktioniert nur kurzfristig.

Und der Name? Nach dem nun auch noch Luna kam, sagte mein Vater, wir wären ja wieder mal ein kunterbuntes Rudel. Das kam mir bei der Suche nach einem Namen als erstes in den Sinn. Aber irgendwie hörte es sich nach einer fatalen Mischung aus Kita und Mr. Milan an. Daher habe ich das Ganze einfach ins Englische übersetzt. Und da pell-mell nicht nur ein Adjektiv für kunterbunt sondern auch für chaotisch ist, passt es zu uns wie Topf auf Deckel. Dass der Name für Leser schwierig sein würde, darüber habe ich mir keinerlei Gedanken gemacht. Ich kam noch nicht mal auf die Idee, dass vielleicht irgendjemand lesen möchte, was ich schreibe.

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Für wen schreibst du deinen Blog?

In erster Linie für mich, meine Artikel sind persönlich. Auftragstexte fallen mir immer schwer. Ich möchte mich mit einem Thema auseinandersetzen und fange an zu recherchieren. Die Funde schreibe ich dann zusammen. So zum Beispiel bei meinem Artikel über die Schur beim Aussie oder meiner Reihe über Impfungen. Häufig nutze ich selbst die Suchfunktion meines Blogs, wenn mir gerade irgendwas nicht einfällt, ich aber schon darüber geschrieben habe. Alltagsthemen oder Erziehungsthemen sind – wie oben geschrieben – Reflektionshilfen für mich. So konnte ich mich durch meine Reihe zu Enkis Erziehung noch mal grundlegend mit meinem Verhältnis zu ihm auseinandersetzen. Vieles wurde auf einmal sonnenklar und unser Verhältnis hat sich unfassbar verbessert.

In zweiter Linie schreibe ich jedoch für meine Leser. Denn würde ich mir nicht wünschen, dass andere meine Texte lesen, würde ich das alles Zuhause privat in eine Kladde schreiben. 😉 Es freut mich unglaublich, wenn Menschen meine Texte entdecken und ich sie damit in irgendeiner Form berühre.

Als Nachgedanke hat sich noch ein ganz anderer Sinn meines Blogs ergeben. Alles was ich mache, mache ich gerne so gut wie möglich. Das bedeutet, dass ich unglaublich viel zu SEO, Social Media Strategien, Pinterest Strategien, HTML, Fotografieren, Schreib- und Texttheorien und noch unendlich mehr Themen gelernt habe und täglich lerne. Das macht mir sehr viel Spaß und bringt mich auch in meinem realen Beruf weiter.

Was für Ratschläge hast du für Neu-Blogger?

Ich denke diese Frage gebe ich an Dich, liebe Rebecca, zurück. Mein Blog ist noch nicht mal ein Jahr alt, sodass ich wohl selbst noch zu den Küken zähle. Einen Rat gebe ich jedoch immer, egal ob es ums Bloggen oder anderes im Leben geht. Wenn du da wirklich Lust drauf hast, mach es einfach. Jetzt, heute und hier. Im Vorwege sollte man nicht zu viele Dinge überanalysieren und wie Großvater immer sagte: Wo gehobelt wird fallen Späne.

Wie hat dein Hund/Hunde zu dir gefunden?

Puh, ich hatte und habe so viele wundervolle Hunde in meinem Leben und alle hatten so besondere Geschichten. Das Leckerchenlos hat entschieden, dass Enki Star dieser Frage wird: Eines Tages kam ich mit meinem kranken Hund mal wieder in die Tierarztpraxis (wir waren leider Dauergast, seine Nieren versagten). Meine Tierärztin fragte mich, ob ich einen Pflegehund aufnehmen könne. Sie hätte keine Kapazitäten mehr, aber die Tötungsfrist liefe morgen ab und er würde auf einen Transport passen, den sie sowieso schon nach Hamburg organisiert hätte. Ich sah ein Foto und sagte ja. Ich hatte einen schwerkranken Hund Zuhause, für den ich meine Arbeitszeit schon drastisch reduziert hatte (ein großes Danke hier noch mal an meinen Chef und meine lieben Kollegen) und keinerlei Zeit oder Kraft für einen weiteren Hund, geschweige denn einen traumatisierten kleinen Köter aus der Tötung. Aber ich sagte ja – und wusste nicht wieso. Zurück Zuhause fragte ich den Lieblingsmann und auch er sagte ja. Was mich bis heute wundert, denn er ist bei uns die Stimme der Vernunft – und vernünftig war das wahrlich nicht.

Vier Wochen später war der Transport da. Enki kam, hüpfte in Nanosekunden in das Herz meines kranken Jamie und wenige Tage später auch in unseres. Es war klar, er ist gekommen um zu bleiben. Pflegestelle waren wir nur eine Woche. Natürlich gab es Probleme. Gesundheitliche, Probleme mit dem Leben im Haus, der Erziehung und nicht zuletzt psychische, als Jamie dann starb. Aber unser Hund war er da schon lange.

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Gegen den Uhrzeigersinn: Von armer Drops zu Mr. Enkman

„Wenn mein Hund/Hunde seine/ihre fünf Minuten bekommt, dann…“

Enki: … rast er in einer unfassbaren Geschwindigkeit durch den Garten und schlägt dabei Bögen. Wieder und wieder und wieder. Es ist die reine pure Freude am Rennen – weil er es kann. Kein Käfig, keine Schmerzen hindern ihn mehr.

Luna: … fängt an zu schnauben, zu wedeln, zu grinsen und springt auf alles mögliche, was weich und kuschelig ist. Bett, Sofa, Sessel, ganz egal. Da schiebt sie dann immer wieder ihren Kopf unter Kissen hin und her, wälzt sich also nur mit dem Kopf. Weiterhin schnaubend, gern auch mal niesend. Nach kurzer Zeit ist der Spuk vorbei und sie sieht sich um, als wenn sie gar nicht wisse, welches Alien da eben Besitz von ihr ergriffen habe. In solchen Momenten heißt sie Li La Lunatic.

Fünf Dinge, die dir richtig wichtig sind?

Eine ähnliche Frage wurde mir bei unserem ersten Liebster Award gestellt und Korinthenreiterin die ich manchmal bin habe ich argumentiert, dass die nachfolgenden Schlagworte keine Dinge seien und diese Frage also gänzlich materiell beantwortet. Um mich nicht zu wiederholen, nehme ich die Frage dieses Mal im übertragenen Sinne und fülle Allgemeinplätze mit meiner Bedeutung.

  1. Meine Familie, die Freunde und Vierbeiner inkludiert. Für sie kämpfe ich bis zum Äußersten und werde zur Löwin. Daher wäre hier das passende Schlagwort Liebe.
  2. Freiheit. Die Freiheit, meine Meinung sagen zu können, zu lernen, was ich möchte, zu leben wie ich möchte, zu lieben, wen ich möchte und den Job zu machen, hinter dem ich stehen kann und für den ich mich begeistere.
  3. Geld. Und damit meine ich nicht die großen Millionen. Sondern ausreichend Geld, um alle Grundbedürfnisse zu befriedigen und darüber hinaus zufrieden leben zu können. Ich kenne Zeiten, in denen das Verdiente vorne und hinten nicht reicht. Deshalb bin ich auch ein Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens, denn nur so ist wirkliche Freiheit möglich.
  4. Gesundheit. Wir nehmen sie immer als so selbstverständlich hin, bis wir mal schwer erkranken. Und auch dann ergeben sich viele ihrem Schicksal und kämpfen nicht. Gesundheit ist ein heiliges Gut, für das wir hier und heute dankbar sein sollten und die wir ehren und pflegen sollten. Und wir sollten die Verantwortung nicht an andere abgeben. Auch nicht, wenn sie weiß tragen.
  5. Empathie. Wenn wir die Kunst uns in Andere hineinzuversetzen mehr kultivieren würden, hätten wir sehr schnell eine weit bessere Gesellschaft. Zu schnell urteilen wir, ohne in den sprichwörtlichen Schuhen der Anderen gegangen zu sein. Zu schnell lachen wir über einen Witz, der auf Kosten anderer ging. Und zu schnell erliegen wir der Versuchung, unser Leben auf dem Rücken anderer zu verbessern.

„Ohne Hund kann ich nicht leben, weil…“

Hä? Verstehe ich jetzt nicht. Wie „ohne Hund“. Ich denke die korrekte Antwort wäre: Ohne Hund kann ich nicht leben, weil das kein Leben wäre. Wäre ja ohne Hund. Bestechende Logik, oder?

Beschreibe euren perfekten Tag!

Mit einem Hund im Arm wach werden, der andere über die Füße drapiert (die wechseln nachts die Positionen, damit jeder mal Luft bekommt). Nach kurzem Kuscheln geht die erste Toberunde über das Bett los, bis der Lieblingsmann muffelig vor sich hin grummelt. Aufstehen, Kaffee für mich, Frühstück für alle (am perfekten Tag natürlich Pansen für die Vierbeiner). Danach ein Ausflug zu einem Baggersee in der Nähe oder an die Elbe. Schwimmtraining inklusive. Dann Dösen für die Hunde, ich dürfte mich gnädigst an den PC verziehen. Hauptsache Körperkontakt zu mir und zueinander ist noch möglich. PC Pausen dürfte ich mit Hunde kraulen verbringen. Der perfekte Tag wäre Samstag, also würde es um vier ab zum Playdate mit ihren Hundefreunden gehen. Danach dösen und endlich Abendbrot, man wäre ja fast verhungert. Eine riesige Schlachtplatte inklusive Lammrippchen käme ihnen gerade recht, für mich dann doch eher gerne etwas Vegetarisches. Abends noch eine Runde durch den Wald, es muss ja noch die Tageszeitung gelesen und das Revier markiert werden. Ganz ohne Pflichten geht schließlich auch der perfekte Tag nicht. Dann ab auf die Couch, kraulen, dösen, dann und wann blöde Tiere im Fernseher verbellen. Nach einem letzten Kontrollgang durch den Garten geht es ab ins Bett, einen Hund im Arm, der andere auf den Füßen.

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Betreibt ihr einen Hundesport? Welchen und warum?

Nein, ich bin nicht wirklich gut in Vereinsstrukturen aufgehoben. Außerdem arbeite ich Vollzeit und mag in der Freizeit wenig wiederkehrende zeitliche Verpflichtungen eingehen. Wir wandern gerne und während des Spaziergangs bitte ich um kleine physiotherapeutische Trainingseinheiten oder übe Tricks mit ihnen. Manchmal tut es mir für sie leid. Luna und ich hatten ein Probetraining beim Rallye Obedience und sie fand es toll. Aber einerseits war dort kein Platz für uns und andererseits stieß es mir sauer auf, dass wir von einigen kritisch beäugt wurden, weil Luna geschoren war. Enki und ich hatten eine Probestunde Mantrailing und er war hin und weg. Er liebte es und fühlte sich wie der König der Welt, nachdem er seinen ersten Menschen gefunden hatte. Hier allerdings wäre die Anreise eine Stunde gewesen. Zwei Stunden trailen, wieder eine Stunde Abreise. Nach einem sieben Stunden Bürotag kann ich nicht zusätzliche vier Stunden jede Woche nur einem Hund opfern. Das hätte ich nicht lange durchgehalten.

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Dein liebstes Hundebuch ist?

Die Liste ist lang und wird wöchentlich länger. 🙂

Trotzdem ist ein wiederkehrender Dauerbrenner, den ich jederzeit sofort erneut kaufen würde, „Beyond Obedience“ von April Frost. Dieses Buch hat mich zusammen mit Juliette de Baïracli Levy am meisten beeinflusst.

Liebe Rebecca, das waren spannende Fragen.
Natürlich konnte ich mich nicht kurz fassen und der Artikel wurde recht lang.

Nun kommen wir an den Punkt, an dem ich neue Blogger nominieren sollte. Ich hoffe du, lieber Leser, siehst es mir nach, wenn ich das nicht tue. Der Blog ist noch nicht mal ein Jahr alt und dies ist bereits unser vierter Liebster Award. Das ehrt mich natürlich sehr, aber in diesem Tempo kann ich gar keine neuen Blogs für dich entdecken. 🙂 Daher lege ich dir alle vormals Nominierten ans Herz und darüber hinaus findest du auch in unserer Fußzeile Blogs, denen ich schon lange gerne folge, man kann fast sagen, die ich stalke.

Eine Empfehlung habe ich dann aber doch für dich. Nämlich den einen Ort, wo du neue und alte Blogs, erfahrene Kolleginnen auf Augenhöhe mit Nachwuchsbloggerinen, also eigentlich das who is who, das Beste vom Besten der Hundebloggerszene findest. Die MiDoggy Community.


Liebster Award # 1: Liebster Award – 10 Fragen, 10 Antworten

Liebster Award # 2: Liebster Award, Klappe die zweite

Liebster Award # 3: Zufriedenheit, Minimalismus & Kanada – 11 Fragen, 11 Antworten

5 Gedanken zu “Liebster Award # 4 – Der perfekte Tag

  1. Liebe Stephie, was für ein toller Artikel und super Antworten! Habe viel grinsen müssen – vor allem beim Pansen für die Hunde beim perfekten Tag. 😀 Danke dass du so schnell in die Tasten gehauen hast und ich finde es super dass du – ählich wie ich – den Blog auch als Therapie, Überprüfung deiner Selbst und Ansammlung von Themen, die du wichtig findest – führst.
    Ganz liebe Grüße und bis zum nächsten Bloggertreffen 😉
    Rebecca von Les Wauz

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Rebecca,
      bei den schönen Fragen kam die Lust sofort. 😉
      Enki springt immer 360 Grad Drehungen, wenn ich mit Näpfen auf dem Weg aus der Küche zum Futterplatz bin. Normales Frühstück = 4 Umdrehungen; Pansen = 6 Umdrehungen. Ganz klar daas perfekte Frühstück. 😀
      Bis bald, ich freue mich.
      Herzliche Grüße
      Stephie

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  2. Liebe Stephie,
    das war ein toller, amüsanter und auch nachdenklicher Beitrag. In vielen Dingen liegen wir nah‘ beieinander. Das wirst Du schon sehen, wenn Du meine Antworten liest 😉 .
    Ich bin froh darüber, dass wir uns auch schon persönlich kennengelernt haben. Ich freue mich total auf das nächste Bloggertreffen und viele interessante Gespräche. Bis dahin demnächst wieder hier auf Deinem Blog 😉
    Liebe Grüße, Birgit

    Gefällt 1 Person

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