Unterwegs auf den Spuren von Alfred Nobel

Unterwegs aus den Spuren von Alfred Nobel | Ausflug mit Hund zum Gebiet einer ehemaligen Dynamitfabrik | Wandern mit Hund | thepellmellpack.com

Unser Örtchen galt bis zum Ende des zweiten Weltkrieges als die Pulverkammer Deutschlands, da es hier zwei Sprengstofffabriken gab.

Die ältere Dynamitfabrik wurde auf einem hügeligen und bewaldeten Elbhang von Alfred Nobel 1865 gegründet und während der beiden Weltkriege stark ausgebaut. Das Besondere an diesem Elbhang war nicht nur die Nähe zur Elbe und zu Hamburg, sondern auch das von Schluchten, Hügeln und sandigem Untergrund geprägte Gelände. Sandiges Gelände soll für Sprengstoffexperimente weit besser geeignet sein. 😉

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Luna auf bemoosten Abbruchresten eines Gebäudes

Gerade der karge sandige Untergrund sorgt dafür, dass wir hier eine ganz andere Baumvegetation haben, als einen Kilometer weiter nördlich in unserem anderen Lieblingswald, der auf reichem Mutterboden wächst und gedeiht. Hier riecht es teilweise genauso, wie ich es aus Urlauben an der französischen Atlantikküste kenne und geruchlich ist es an sonnigen Tagen immer ein kleiner Kurzurlaub.

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Ja, hier riecht es nach Urlaub!

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Produktionsstätten größtenteils gesprengt. Die zughörigen Verwaltungsgebäude und ein paar Villen aus der Zeit Alfred Nobels stehen nach wie vor und machen den architektonischen Charme unseres kleinen Stadtteils aus.

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Verfallene Reste der Dynamitfabrik – die Natur erobert sich nach und nach alles zurück.

Die ehemaligen Produktionsstätten wurden nicht abtransportiert, sondern befinden sich in dem Waldgebiet, das inzwischen zu einem Naturschutzgebiet wurde. Dieser Teil verführt zu abenteuerlichen Spaziergängen, bei denen man außer schöner Natur und an offenen Stellen einem weiten Blick über die Elbe auch immer wieder auf Ruinen, Backsteinreste aus der Zeit Nobels und Betonreste aus der Zeit des zweiten Weltkriegs, stößt. Diese Ecke ist also besonders für Luna geeignet, die mit Freude auf allem posiert, was da so rumsteht.

Nobelgelände mit Luna_April_2017 (30 von 34)
Luna: „Posieren? Das kann ich!“

Da große Teile dieses Waldgebiets zum Atomkraftwerk Krümmel oder zum danebengelegenen Helmholtz-Zentrum gehören, sind sie eingezäunt. Die Tore sind zwar in der Regel nicht abgeschlossen, trotzdem schreckt das die klassischen Touristen und selbst bei schönstem Wetter trifft man kaum eine Menschenseele.

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Bunker? Unterirdische Produktionsstätte? Geheime Leckerliefabrik?

Und so schlichen wir uns leise durch das Tor, vorbei an den Warnschildern und den Ermahnungen, Hunde an der Leine zu führen. Nach einem Anstieg auf den Geestrücken geht es durch den Wald. Immer wieder unterbrochen von offenen sandigen Lichtungen mit Gräsern. An vielen Stellen kann man im Unterholz Betonreste von Bauwerken erkennen. In tatsächlich gesperrtem Gebiet sehen wir durch den Zaun noch ganze Häuser. Aber nicht nur Beton, auch schöne Ziegelreste verstecken sich hier. Der Weg führt hinter dem Atomkraftwerk über den Geestrücken und bietet an einigen Stellen atemberaubende Blicke über das gesamte Elbeurstromtal.

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Endlich, wir haben unser Ziel gefunden!

Nach einer Weile erreichen wir eine Schlucht und sehen an deren Ende schon unser Ziel aufragen: den Krümmler Wasserturm. Ein schöner Ziegelsteinbau, erbaut 1916, entworfen von dem Architekten Hermann Distel, der auch das Hauptgebäude der Hamburger Uni entworfen hat. Da sich leider niemand verantwortlich fühlt, schon gar nicht Vattenfall, auf deren Grundstück der alte Turm steht, verfällt er nach und nach.

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Ich glaube, ich würde den Turm sanieren und ein Kaffee eröffnen. Vom Turm kann man nämlich die Elbe sehen und wenn man da angekommen ist, ist man sicher durstig.

Über das Gelände des Helmholtz-Zentrums geht es weiter, bis wir nach einer großen Kreisrunde von 2 Stunden und 8,5 Kilometern wieder Zuhause angekommen sind.

Wenn du mehr zur alten Dynamitfabrik wissen möchtest – auch so technischen Krams, der mich weniger interessiert, dann folge dem Link. Hier gibt es sogar eine virtuelle Ausstellung. Industriemuseum Geesthacht

Immer wieder lesen? Pin it ! ❤

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11 Gedanken zu “Unterwegs auf den Spuren von Alfred Nobel

  1. moe8me

    Bei der Runde wäre ich ja wahnsinnig gerne dabei gewesen. Ganz nach meinem Geschmack! Vielleicht liegt das ja mal auf unserem Weg, ich kann mir vorstellen, dass es dort auch einige Geocaches gibt. 🙂

    Liebe Grüße und danke fürs Mitnehmen,
    Nicole

    Gefällt 1 Person

    1. Ganz sicher. Neben dem Lebensgefahrschild am Zaun um den Wasserturm hing auch ein Schild, dass sich der Geocache außerhalb des umzäunten Bereichs befindet. Also ja, du wirst hier fündig. 😃 Und da der Turm ja noch nicht mein erträumtes Café beherbergt, bekommst du den Kaffee dann gerne bei mir. 😙

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  2. Oooooh, was für eine herrliche Gegend. Da würde ich auch gerne auf Entdeckungstour gehen. Ich glaube, mein Plan für nächstes Jahr nimmt konkretere Züge an.

    Luna ist ja auch voll die Poserin. Foto? Moment, die Frisur sitzt, das Licht ist geeignet. Gefällt dir der Winkel? Einfach klasse!

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

    Gefällt 1 Person

  3. ui! Solche Touren liebe ich ja auch!
    Zur Zeit entdecke ich auch noch unsere neue Umgebung und auch da findet sich die ein oder andere Ruine!
    Ich finde Fotos an solch sogenannten lost places ja wirklich toll!

    Liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

    Gefällt 1 Person

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