Magic Power – Die Welt verändern, jeden Tag ein wenig

Magic Power -- Was, wenn Du Superkräfte hättest? Würdest Du die Welt verändern? Dann fang an, hier und heute! | thepellmellpack.com

MiDoggy fragte im Rahmen ihrer Weihnachtsaktion, was wir in der Welt verbessern wollten, wenn es uns erlaubt wäre, wir „magic power“ hätten. Anlass war ein Interview mit Jane Goodall für den Film Human.

Im ersten Moment dachte ich, ich möchte keine Superkraft. Wenn ich über das Leid dieser Welt nachdenke, habe ich so viel Wut in mir, dass ich mir nicht sicher bin, ob eine Superkraft mich nicht korrumpieren und ich das Kinde mit dem Bade ausschütten würde. Wut auf das, was Menschen anderen Lebewesen antun. Wut auf die Macht, die wir der Wirtschaft geben.

Wäre die Welt ohne Geld besser?

Und dann dachte ich, vielleicht könnte ich mit meiner Superkraft einfach das Geld abschaffen. Aber was dann? Wahrscheinlich würde ich die Welt ins Chaos stürzen. Und da ich damit noch nicht die Wurzel des Übels erwischt habe, würden sich neue ausbeutende Systeme entwickeln.

Die Wurzel des Übels sind für mich die Gier und die Gedankenlosigkeit. Und keine Superkraft der Welt kann das abschaffen. Denn das ist in uns. In jedem von uns. Nur wir selbst können das ändern. Und so schlummert auch in jedem von uns Superkraft oder „magic power“.
Selbst wenn es uns schlecht geht, jammern wir hier in Deutschland auf hohem Niveau. Echte Armut, die tägliche Not zu überleben, kennen die meisten von uns nicht. Daher haben wir hier und heute die besten Möglichkeiten, uns selbst zu ändern.

Nicht jeder von uns kann sein Konsumverhalten von heute auf morgen ändern und nur noch ethisch richtige, ökologische Kaufentscheidungen fällen. Aber wir können überlegen für was wir unser Geld ausgeben. Wir können uns bemühen, nach und nach bewusster zu leben. Mit kleinen Schritten beginnen.

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My job is to give people hope

Jane Goodall sagte am Anfang ihres Interviews es sei ihr Job, den Leuten Hoffnung zu geben. Und so möchte ich heute meine Superkraft nutzen und Dir Ideen und hoffentlich etwas Hoffnung geben.

Als erstes lege ich Dir ein Buch ans Herz, das es zurzeit nur noch gebraucht gibt. Ich wünschte, es stünde in jedem Haushalt. World Changing: Das Handbuch der Ideen für eine bessere Zukunft. In sieben Themenschwerpunkten Konsum, Wohnen, Städte, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und unser Planet verschafft das Buch einen Überblick, welche Menschen daran arbeiten, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Welche tollen Projekte entstehen und wie wir im Kleinen daran teilhaben können.

Auf einer anderen Ebne setzt meine zweite Buchempfehlung an. In Darin Greatly zeigt Brené Brown, dass wir verletzlich sein müssen um mutig zu sein. Wenn wir unsere Verletzlichkeit als Stärke sehen, haben wir den Mut Risiken einzugehen, Neues zu wagen.
Inspiration für das Buch ist Roosevelts Rede in Paris an der Sorbonne von 1910 „The Man in the Arena“:

It is not the critic who counts; not the man who points out how the strong man stumbles, or where the doer of deeds could have done them better.

The credit belongs to the man who is actually in the arena, whose face is marred by dust and sweat and blood; who strives valiantly; who errs, who comes short again and again, because there is no effort without error and shortcoming; but who does actually strive to do the deeds; who knows great enthusiasms, the great devotions; who spends himself in a worthy cause; who at the best knows in the end the triumph of high achievement, and who at the worst, if he fails, at least fails while daring greatly, so that his place shall never be with those cold and timid souls who neither know victory nor defeat.

Inspiration, etwas ändern zu wollen, die Welt aus unserer kleinen Lebensblase heraus verbessern zu wollen geben mir auch zwei Filme, die ich Dir ebenfalls ans Herz lege.

Der eine Film ist von Al Gore „Eine unbequeme Wahrheit“. Der andere Film ist eine Dokumentation über Bienen „More than honey“ .Auch in etwas schlechterer Qualität auf Youtube zu finden.

Eine wunderschöne Serie, die zeigt, wie man auf kleinstem Raum selber anbauen (und sogar noch Hühner halten) kann, ist Alice Fowlers „The Edible Garden“. Wenn Du die Videos irgendwo erwischst, schau sie Dir an. Ansonsten gibt es auch das Buch zur Serie. Ebenso inspirierend ist Fork to Fork von Monty Don, das Buch ebenso wie die Serie. Allerdings ist sein Garten riesig und Alys gibt mehr Tipps für den kleine Rahmen. Beide Serien findet man immer mal wieder bei Youtube, sie werden dann aber auch schnell wieder gelöscht. Trotzdem lohnt es sich, etwas nach den beiden zu jagen wenn man sich für eigenen Anbau interessiert.

Brot selbst backen

Ein wichtiges Rezept möchte ich Dir auch geben. Brot ist gerade in Deutschland ein Grundnahrungsmittel. Und wird durch die Industrie mehr und mehr pervertiert. Egal, ob Du dein Brot lieber kaufst oder vielleicht schon immer selbst backen wolltest, ich denke, wir sollten alle in der Lage dazu sein, unser eigenes Brot zu backen. Und daher kommt hier ein gelingsicheres denkbar einfaches Rezept für ein schlichtes Sauerteigbrot, das du immer wieder durch andere Mehlsorten und andere Zutaten ändern kannst, ganz wie Du es möchtest.

Der Sauerteig

Du nimmst eine Hand Roggen-Vollkornmehl und rührst das Mehl mit lauwarmen Wasser in einer Schüssel zu einem Brei. Die Schüssel deckst Du mit einem Tuch ab und lässt sie gären. Am nächsten Tag gibst du wieder eine Hand voll Mehl und Wasser hinzu. Das wiederholst Du 5 Tage lang.
Am 6. Tag füllst Du circa ein halbes Honigglas vom Teig ab und stellst ihn in den Kühlschrank. Das ist dein Sauerteig für zukünftige Brote. Von mal zu mal wird er immer stärker und besser. Er könnte Dich so dein Leben lang begleiten.

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Der Sauerteig am ersten Tag

Zwei Dinge solltest Du beachten: Erstens nimm wirklich ein Honigglas mit Plastikdeckel oder ähnliches. Der Sauerteig gärt und ein Glas mit Schraubverschluss schließt zu dicht ab. Zweitens solltest du den Sauerteig spätestens alle zwei Wochen verbacken, sonst wird er schlecht und Du kannst wie oben beschrieben wieder von vorne anfangen.

Das erste Brot

Füge dem oben übriggebliebenen Teig noch mal ein Glas lauwarmes Wasser hinzu. Dann eine Schippe Salz (nicht zu sparsam, Brot brauch viel Salz) und vielleicht Brotgewürz oder wonach Dir geschmacklich der Sinn steht. Es geht Cumin, Koriandersamen, Fenchelsamen oder auch einfach frische Kräuter oder Oliven. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dann gibst Du Mehl hinzu und knetest den Teig, bis die Konsistenz richtig ist. Richtige Konsistenz bedeutet, Du kannst den Teigball auf Deiner schräg gehaltenen Handfläche halten und er folgt der Schwerkraft nur ganz langsam. So ein Brotteig ist immer etwas feuchter als zum Beispiel Pizza oder Plätzchenteig. Auch musst Du den Teig nicht so durchkneten, wie zum Beispiel Pizzateig, da der Sauerteig das Gluten löst. Das musst Du nicht mechanisch machen.

Dann legst Du eine Schüssel in Deiner gewünschten Brotform mit einem Handtuch halb aus und bemehlst das Handtuch etwas. Den Teig gibst Du rein und deckst ihn mit der anderen Hälfte zu. Nun sollte der Teig gehen, so circa 7-9 Stunden.

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Der Teig ist bereit zum Gehen

Den Backofen heizt Du auf 250 Grad vor. Wenn Du noch einen Pizzastein hast, leg ihn auf den Boden des Backofens. Du willst die größtmögliche Hitze erreichen. Eine Schale mit Wasser am Boden des Backofens macht sich auch gut, so wird das Brot fluffiger. Deinen Brotteig stürzt Du aus der Schale auf ein Backblech und backst für 20 Minuten bei voller Hitze. Danach stellst du auf 170 Grad runter und backst es in 30 bis 40 Minuten fertig. Wenn Du Dein Brot anhebst und gegen klopfst, sollte es sich hohl anhören. Dann ist es fertig. Nach dem Auskühlen kannst Du es in Scheiben einfrieren, wenn Dir ein ganzer Laib zu viel ist. Ansonsten hält sich das Brot in ein Tuch eingewickelt circa drei Tage, im Römertopf bis zu einer Woche.

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Ich wünschte, Du könntest es riechen

 

Dein zweites Brot

Abends mischst Du Deinen Sauerteig aus dem Kühlschrank mit 3 großen Händen Mehl und Wasser in einer Schüssel. Der Starterteig sollte eine ähnlich flüssige und blasige Konsistenz haben wie Pfannkuchenteig. Am nächsten Morgen nimmst Du wieder ein halbes Honigglas Starterteig ab und machst dann wie oben beschrieben weiter. Ein Glas Wasser, Salz, Gewürze und Mehl und lässt ihn gehen. Wenn Du dann nachmittags oder abends von der Arbeit kommst, kannst Du Dein Brot backen.

Ein kleiner Extra-Tipp: Der frische Sauerteig hat nicht so viel Gärkraft wie ein älterer. Ich gebe daher den ersten 4-5 Broten mit dem Wasser auch einen Würfel oder ein Päckchen Hefe hinzu. Später reicht dann der Sauerteig und ich nehme nur Hefe, wenn ich es besonders fluffig möchte oder Lust auf den Geschmack habe.

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Es gibt viele Dinge, die Du selbst machen kannst und so die Umwelt und deinen Geldbeutel gleichzeitig schonst. Ich probiere gerne so etwas aus. An Joghurt bin ich zum Beispiel gescheitert. Aber Butter ist gar nicht so schwer. Und auch die drölfzigmillionen verschiedenen Putzmittel braucht man kaum. Bei uns steht nur noch sehr wenig unter der Spüle. Viel lässt sich mit Waschsoda, Reinigungsessig und einer guten neutralen Seife machen. Aber das würde hier ausufern.

Und so möchte ich mit meiner Superkraft Dich dazu anregen, mehr selbst zu machen und die Welt so zu ändern. Ein Laib Brot nach dem anderen.

with-love

7 Gedanken zu “Magic Power – Die Welt verändern, jeden Tag ein wenig

  1. Wunderbar geschrieben!
    Die Filme kenne ich, Bücher und Serie noch nicht. Werde ich mich gerne mit beschäftigen! 😀
    Und Brot für Brot die Welt zu verändern klingt wirklich gut! Vielleicht wage ich mich mal an einen Sauerteig, darum habe ich bisher einen großen Bogen gemacht.
    Alles Liebe für Euch!

    Gefällt 1 Person

      1. Medientechnisch halte ich mich gerne an Hannes Jaenicke. Bücher, Reportagen, Facebook. Er hat eine Art, die mir gefällt. Da lerne ich gerne. 😉
        Ansonsten das „Übliche“: Kosmetik und Haushaltsmittel ohne Tierversuche, klimaneutraler Versand, kein Fleisch für mich. Viele Bioprodukte, meist aus regionalem Anbau. Keine Milch.
        Aber das wirst Du alles wissen. 😀
        Ah! Ich schenke viele Sachen von OxfamUnverpackt. Oder den Charity Pot von Lush. Und den Kunderstern von Simi Knoebel!

        Gefällt 1 Person

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